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Kreisdirektor: „Steigene Coronazahlen erfordern vernünftiges Handeln“

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG.NRW) weist am heutigen Samstag für den Kreis Höxter einen Inzidenzwert von 32,8aus. „Bei diesem Wert handelt es sich aber leider nicht um die aktuellen Zahlen aus dem Kreis Höxter“, erläutert Krisenstabsleiter Matthias Kämpfer. Aufgrund eines Problems bei der Datenverarbeitung beim LZG wurden die vom Kreis Höxter gemeldeten Zahlen nicht übernommen. Tatsächlich liegt der Wert der Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Höxter aktuell bei 41,35 (Stand 24. Oktober 2020, 0 Uhr), womit die kritische Grenze von 35 überschritten ist.

„Uns sind aber die Hände gebunden“, macht Kreisdirektor Klaus Schumacher das Dilemma deutlich. Denn laut Gesetz ist klar geregelt, dass der Kreis Höxter erst nach Feststellung einer Inzidenz von über35 durch das LZG gemäß der Coronaschutzverordnung NRW eine Allgemeinverfügung erlassen kann. Daher bleibt es offiziell bei den bisherigen Regelungen im Kreis Höxter: „Ordnungsrechtlich hat das Überschreiten vorerst also keine Auswirkungen, umso mehr appellieren wir an die Menschen im Kreis Höxter, sich noch stärker an die Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen zu halten.“

Angesichts der dynamisch ansteigenden Zahl der Fälle rechnet man beim Kreis Höxter schon kurzfristig mit dem Überschreiten der Grenze von 50 bei der Sieben-Tages-Inzidenz. „Wir müssen gemeinsam alles daran setzen, diesen steilen Anstieg der Infektionen zu unterbrechen“, sagt Schumacher. Deshalb sei es enorm wichtig, die bekannten Corona-Schutzmaßnahmen zu befolgen: Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen. „Besondere Vorsicht ist bei Familienfeiern, Hochzeiten, privaten Treffen und Veranstaltungen geboten, denn die aktuellen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der rasante Anstieg oftmals auf solche Ereignisse zurückzuführen ist“, erklärt der Kreisdirektor. Hier sei es sehr hilfreich, auch ohne gesetzliche Vorschrift auf die dabei vorgesehenen Größenbeschränkungen bei den Teilnehmern zu achten: „Passen Sie auf sich auf, tragen Sie immer da, wo sich der Abstand nicht einhalten lässt, ihren Mund-Nasen-Schutz. Es geht nicht nur um Ihre eigene Gesundheit, sondern vor allem um die ihrer Familie, Freunde und Mitmenschen.“