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Vorstellung des Impfzentrums für den Kreis Höxter

Mit Hochdruck richtet der Kreis Höxter ein Impfzentrum in der Stadthalle in Brakel ein, das nach den Vorgaben des Landes fristgerecht am 15. Dezember 2020 räumlich und organisatorisch betriebsbereit zur Verfügung stehen wird. Es wird dann im Stand-by - also jederzeit einsatzbereit - vorgehalten, bis erste Impfdosen geliefert werden. Für den Aufbau und die Organisation ist der Kreis verantwortlich, für die medizinische Betreuung die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Zuständig für die organisatorische Leitung des Impfzentrums ist der Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis Höxter, Thomas Krämer. Verantwortlich für die ärztliche Leitung ist der Brakeler Mediziner Dr. Rüdiger Micus.

„Die unmittelbar bevorstehende Impfkampagne ist ein Lichtblick in dieser schweren und herausfordernden Zeit. Auf den schnellen Start der Corona-Impfungen sind wir sehr gut vorbereitet“, erklärt Landrat Michael Stickeln. Die Vorbereitungen in der Stadthalle laufen derzeit noch auf Hochtouren. Schon in der kommenden Woche wird das Impfzentrum für den Kreis Höxter betriebsbereit sein. „Ich danke allen, die sich mit außerordentlichem Engagement und auch viel Herzblut für den schnellen Aufbau einsetzen“, so Stickeln. „Die Aussicht darauf, dass es bald eine wirksame Schutzimpfung gegen das grassierende Virus geben wird, macht große Hoffnungen und stimmt zuversichtlich, gerade jetzt in der vorweihnachtliche Zeit“, blickt der Landrat nach vorn.

7 Personen im Eingangsbereich des Impfzentrums des Kreises Höxter.
Der Aufbau des Impfzentrums wird mit Hochdruck vorangetrieben (von links): Landrat Michael Stickeln, der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Rüdiger Micus aus Brakel, Brakels Bürgermeister Hermann Temme, der Leiter der Bezirksstelle Paderborn der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dr. Ulrich Polenz, der organisatorische Leiter des Impfzentrums, Thomas Krämer, dessen Stellvertreter Matthias Potthoff und der Leiter des Krisenstabs des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer. Foto: Kreis Höxter

„Die KVWL übernimmt im Brakeler Impfzentrum die medizinische Tätigkeit, also die Impfung und die Impfaufklärung und erstellt die entsprechenden Dienstpläne. Wir freuen uns sehr, dass viele Ärzte und medizinische Fachkräfte uns ihre Unterstützung bereits zugesagt haben, denn es ist klar: Wir werden diese Herausforderung nur meistern, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Das klappt im Kreis Höxter sehr gut und ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten für die enge, kollegiale Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Ulrich Polenz, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Paderborn.

Wann die Schutzimpfung im Kreis Höxter starten wird, steht derzeit noch nicht fest. Das hängt von der Zulassung und der Verteilung der Impfstoffe ab. Verantwortlich für Beschaffung und Auslieferung der Impfstoffe an die Bundesländer ist die Bundesregierung. Zuständig für die Impforganisation und die Beschaffung von Spritzen und Kanülen sind die Bundesländer.

Das Impfzentrum für den Kreis Höxter besteht aus drei organisatorischen Einheiten:
•    der stationäre Impfstelle in der Stadthalle in Brakel
•    den mobile Impfteams
•    und der Koordinierungsstelle.

Start mit einer Impfstraße

Die stationäre Impfstelle in der Stadthalle in Brakel dient der Impfung mobiler Personengruppen, die selbst zur Impfstelle kommen können. „In der Anfangsphase ist eine Impfstraße vorgesehen mit einer täglichen Kapazität von bis zu 240 Personen, abhängig von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen“, erklärt Thomas Krämer, organisatorischer Leiter des Impfzentrums und Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis Höxter. Die Impfstraße wird durch Stellwände in verschiedene Bereiche gegliedert, die den Ablauf der Impfung strukturieren. Es gibt einen Wartebereich und die Registrierung.

Die Impfaufklärung und Impfung erfolgt dann durch Ärzte und medizinisches Personal der Kassenärztlichen Vereinigung. Es folgen die Nachbetreuung und der Dokumentationsbereich. „Vorgesehen ist eine Erweiterung auf bis zu vier Impfstraßen, wenn in Zukunft ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen wird“, so Krämer. Dann können die Kapazitäten entsprechend deutlich erweitert werden. Das hängt maßgeblich vom letztendlich zugelassenen Impfstoff und der vom Bund gelieferten Impfstoffmenge ab.

Öffentlichkeit wird informiert

Der Kreis und die KVWL bitten dringend darum, von Anfragen abzusehen. Sobald es möglich sein wird, sich in der stationären Impfstelle impfen zu lassen, wird die Öffentlichkeit darüber informiert. In jedem Fall wird dann eine Anmeldung erforderlich sein.

Die mobilen Impfteams sollen die Impfungen von nicht mobilen Personengruppen und Pflegepersonal in Einrichtungen übernehmen. Mit der Impfung dieser Personengruppen wird die landesweite Schutzimpfung nach den Plänen des Landes Nordrhein-Westfalen voraussichtlich starten. Die mobilen Impfungen können vom medizinischen Personal der Impfstelle oder von niedergelassen Ärztinnen oder Ärzten übernommen werden. „Im Kreis Höxter ist geplant, dass diese Aufgabe vorrangig von Hausärztinnen und Hausärzten übernommen wird“, erklärt Dr. Rüdiger Micus.

Die Koordinierungsstelle des Impfzentrums ist für die Organisation und Logistik zuständig. Sie koordiniert unter anderem die Anlieferung und Verteilung der Impfstoffe.